Fischerei

Der Sengelbach ist ein kleines Fliessgewässer in der Aarauer Telli. Als Fortsetzung des Stadtbachs tritt er oberhalb des Tellizentrums ans Tageslicht und fliesst dann auf einer Strecke von rund einem Kilometer durch das Wohnquartier bis zur Mündung in die Aare. Der Name Sengelbach stammt aus dem späten Mittelalter. Der Bach wurde damals zur Bewässerung der Sängelmatten (Wässermatten) genutzt.

Der Sengelbach ist eines der artenreichsten Fischgewässer des Kantons Aargau. Auch die Fischdichte ist überdurchschnittlich hoch. Die häufigsten Arten sind Alet, Schneider, Hasel, Gründling und Laube. Die fischereilich interessanteren Arten, wie Egli und Bachforelle, sind weniger häufig. Hecht, Nase, Barbe und Krebse sind selten, können aber regelmässig beobachtet werden. Angesiedelt haben sich auch nichtheimische Arten, beispielsweise der Sonnenbarsch.

Seit 1994 ist der Aarauer Bachverein Pächter der Fischenz des Sengelbachs. Mitglieder können beim Vorstand gegen eine kleine Gebühr eine Fischereijahreskarte beantragen. Pro Jahr werden 6 dieser Karten vergeben. Die Fischerei am Sengelbach ist interessant aber anspruchsvoll. Die weitgehend natürliche Bachsohle und die stark bewachsenen Ufer sind ideal für Fische, stellen aber eine Herausforderung für die Anglerei dar. Es müssen eigene Angelmethoden ausgetüftelt werden. Trotzdem wird man durch schöne Fänge belohnt - kleiner Bach muss nicht heissen kleine Fische.